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DGK/IKW-Fortbildungskurse für Sicherheitsbewerter

Mit Veröffentlichung der 6. Änderungs-Richtlinie zur EG-Kosmetik-Richtlinie 76/768/EWG waren Hersteller oder Vertreiber von kosmetischen Produkten erstmals aufgefordert, Sicherheitsbewertungen für ihre Endprodukte bereitzuhalten. Zwischenzeitlich – mit Inkrafttreten der EG-Kosmetik-Verordnung 1223/2009 im Januar 2010 – wurden die Anforderungen an die Sicherheitsbewertung weiter ausgeführt und konkretisiert (siehe auch Anhang I der Verordnung).

Für die Erarbeitung der Sicherheitsbewertung hat der Gesetzgeber einen bestimmten Personenkreis spezifiziert. Artikel 10 der EG-Kosmetik-Verordnung (Sicherheitsbewertung) gibt in Absatz 2 vor:

„Die Sicherheitsbewertung des kosmetischen Mittels wird, wie in Anhang I Teil B ausgeführt, durch eine Person durchgeführt, die im Besitz eines Diploms oder eines anderen Nachweises formaler Qualifikationen ist, der nach Abschluss eines theoretischen und praktischen Hochschulstudiengangs in Pharmazie, Toxikologie, Medizin oder einem ähnlichen Fach oder eines von einem Mitgliedstaat als gleichwertig anerkannten Studiengangs erteilt worden ist.“

Eine solche Ausbildung allein reicht jedoch in der Regel nicht aus. Für die kompetente Bewertung der Sicherheit kosmetischer Mittel sind fachübergreifende Kenntnisse insbesondere aus den Bereichen Chemie, Toxikologie, Dermatologie und (Kosmetik‑)Recht erforderlich, sodass sich die entsprechende Person auf diesen Gebieten spezifisch fortbilden muss. Die DGK hat hierzu gemeinsam mit dem IKW unter Hinzuziehung von Hochschulexperten erstmals im Jahre 1998 Weiterbildungskurse für Sicherheitsbewerter ins Leben gerufen. Die Struktur sowie die Inhalte der Kurse wurden im Jahr 2006 umfassend überarbeitet und aktualisiert. Insbesondere wurde der Bezug zur Praxis stärker betont. Als Referenten für diese Kurse konnten hochkarätige Experten ihres jeweiligen Faches von Hochschulen, Behörden und aus der Industrie gewonnen werden, so zum Beispiel auch eine Reihe von Mitgliedern der Kosmetik-Kommission am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Der regelmäßig angebotene Kurszyklus besteht aus sieben Einzelkursen von jeweils zwei Tagen Dauer. Am Ende eines jeden Kurses werden in einer Klausur die erlernten Kursinhalte überprüft (die Teilnahme ist freiwillig). Hierbei müssen 18 von 24 Fragen richtig beantwortet werden. Der Teilnehmer erhält danach ein entsprechendes Zertifikat für den absolvierten Kurs. Nach erfolgreicher Teilnahme an allen Einzelkursen wird die Gesamtteilnahme bestätigt.

Weitere Informationen zu den aktuell angebotenen Kursen entnehmen Sie bitte der Liste im Menü auf der rechten Seite.

Die Unterlagen zu den einzelnen Kursen stehen nur den jeweils angemeldeten Teilnehmern zur Verfügung (bitte loggen Sie sich ein).