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auf den Internetseiten von DGK und IKW für Sicherheitsbewerter!

 

Das Prinzip der Sicherheitsbewertung kosmetischer Mittel wurde erstmals mit der Richtlinie 93/35/EWG (6. Änderungs-Richtlinie der EG-Kosmetik-Richtlinie 76/768/EWG) in der europäischen Kosmetik-Gesetzgebung verankert. Damit waren Hersteller oder Vertreiber von kosmetischen Mitteln aufgefordert, jedes Produkt vor dem Inverkehrbringen einer umfassenden Bewertung seiner Sicherheit für die menschliche Gesundheit zu unterziehen. Zwischenzeitlich – mit Inkrafttreten der EG-Kosmetik-Verordnung [Verordnung (EG) Nr. 1223/2009] im Januar 2010 – wurden die Anforderungen an die Sicherheitsbewertung weiter ausgeführt und konkretisiert (in Anhang I der Verordnung).

Für diese Aufgabe ist ein Sicherheitsbewerter zu bestellen, der persönlich dafür verantwortlich zeichnet, dass das kosmetische Mittel sicher ist. Dies bedeutet, dass das Produkt allen Anforderungen der EG-Kosmetik-Verordnung hinsichtlich seiner gesundheitlichen Unbedenklichkeit bei bestimmungsgemäßer und vernünftigerweise vorhersehbarer Verwendung entspricht. Bei der Erstellung einer Sicherheitsbewertung hat der Gutachter zunächst alle bestehenden Basisanforderungen des Kosmetikrechts (Stoffregelungen, Kennzeichnungsvorschriften etc.) zu überprüfen. Die weitergehende Bewertung muss im Einklang mit Artikel 10 und Anhang 1 der EG-Kosmetik-Verordnung erfolgen. Dabei müssen insbesondere die toxikologischen Profile aller Inhaltsstoffe sowie die zu erwartenden Expositionsbedingungen berücksichtigt werden.

Für die Erarbeitung der Sicherheitsbewertung hat der Gesetzgeber einen bestimmten Personenkreis spezifiziert. Artikel 10 der EG-Kosmetik-Verordnung gibt in Absatz 2 vor:

„Die Sicherheitsbewertung des kosmetischen Mittels wird, wie in Anhang I Teil B ausgeführt, durch eine Person durchgeführt, die im Besitz eines Diploms oder eines anderen Nachweises formaler Qualifikationen ist, der nach Abschluss eines theoretischen und praktischen Hochschulstudiengangs in Pharmazie, Toxikologie, Medizin oder einem ähnlichen Fach oder eines von einem Mitgliedstaat als gleichwertig anerkannten Studiengangs erteilt worden ist.“

Eine solche Ausbildung allein reicht jedoch in der Regel nicht aus. Für die kompetente Bewertung der Sicherheit kosmetischer Mittel sind fachübergreifende Kenntnisse insbesondere aus den Bereichen Chemie, Toxikologie, Dermatologie und (Kosmetik‑)Recht erforderlich, sodass sich die entsprechende Person auf diesen Gebieten spezifisch und auch regelmäßig fortbilden muss, um stets über den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik informiert zu sein.